Sie sind hier: Förderbereiche › Emsfonds

Emsfonds

Der Emsfonds der Niedersächsischen Umweltstiftung ist ein von der Stiftung verwaltetes Sondervermögen aus Mitteln des Landes Niedersachsen, das zweckgebunden zur Verbesserung der ökologischen Gesamtsituation in der Ems-Dollart Region eingesetzt wird.

Entsprechend der Emsvereinbarung zwischen dem Land Niedersachsen und den Umweltverbänden NABU, BUND und WWF vom 04. Juli 1994 und dem Vergleich zwischen dem Land Niedersachsen und den Umweltverbänden BUND und WWF vom 05. Dezember 2006 beträgt die Zustiftung aus der Emsvereinbarung fünf Millionen € und wird beginnend ab dem Jahr 2007 in jährlichen Raten von 500.000 € vom Land Niedersachsen in die Stiftung eingebracht. Nur die Erträge der Zustiftung dürfen zweckgebunden zur Verbesserung der ökologischen Gesamtsituation in der Ems-Dollart Region verwendet werden.

Darüber hinaus werden vier Millionen € aus dem Vergleich vom 05. Dezember 2006 in Jahresraten von jeweils 400.000 € beginnend mit dem Jahr 2008 für die Dauer von zehn aufeinander folgende Jahre, für Maßnahmen zur Verbesserung der ökologischen Gesamtsituation in der Ems-Dollart Region vom Land Niedersachsen in den Emsfonds eingezahlt. Diese Mittel können direkt für Projekte verwendet werden oder aber auch der Kapitalbildung dienen, worüber der Emsrat entscheidet.

Die Mündung der Ems bietet als Mischungsbereich des Süßwassers und des Salzwassers verschiedenste ökologische Nischen für Flora und Fauna, da unter anderem tidebeeinflusste Süß- und Brackwassererlebnisräume eine große Relevanz für den Artenreichtum der Fischfauna haben. Nicht nur die Ausweisung als FFH-Gebiet, sondern auch als Vogelschutzgebiet zeigt die ökologische Bedeutung des Emsästuars, zu Beginn der 90er Jahre galt die Flussmündung sogar als die Fischreichste Deutschland.

Aufgrund der Beanspruchung der Ems als Fahrwasser in den letzten Jahren, ist sie stark sanierungs- und renaturierungsbedürftig. Mit Hilfe des Emsfonds soll die Wiederansiedlung der ästuartypischen Lebensgemeinschaft  verschiedensten Tierarten gefördert werden, darin inbegriffen sind auch an der Ems ausgestorbene Arten. Durch eine generelle Verbesserung der Gewässergüte kann die Ems ganzjährig von Fischen als Wander- und Laichgebiet genutzt werden, derzeit verschlicken von Mai bis September aufgrund des Schwebstoffgehalts die Seitenbereiche.

 

 Wikimedia Commons: Boot am Emsufer von Emsland Touristik GmbH

 

Förderschwerpunkte
Im Rahmen des Emsfonds können Anträge gestellt werden. Das Projektgebiet muss in der Förderkulisse liegen (Karte) und folgende Kriterien erfüllen:

  • Die Projekte sollten der Umsetzung von Natura 2000 und der Konvention über die Erhaltung der biologischen Vielfalt wertgebenden Tier- und Pflanzenarten sowie Lebensräume dienen (mit Schwerpunkt auf gemeldete Natura-2000-Gebiete).
     
  • Die Projekte sollten den niedersächsischen Teil der Ems betreffen und zwar bezogen auf den Fluss selbst, auf Neben- sowie stehende Gewässer, Vordeichflächen und das ursprüngliche Überschwemmungsgebiet. Dies bedeutet allerdings nicht, dass die Antragssteller aus Niedersachsen kommen müssen.
     
  • Vorrang sollen konkrete Naturschutzprojekten haben, die unmittelbar und messbar zur Erhaltung und Entwicklung der wertgebenden Arten und Lebensräume beitragen.
     

Weitere Details können Sie auch der Anlage zur Förderrichtlinie: Emsfonds entnehmen.