Projekt des Monats Dezember

Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung zeichnet am 13.12. die Dachsanierung im Denkmalensemble der Wassermühle Karoxbostelals Projekt des Monats aus

Am 13. Dezember ist die Sanierung der teilweise eingebrochenen Dächer der Wassermühle Karoxbostel (Kreis Harburg) durch die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung als Projekt des Monats ausgezeichnet worden. Die mit 500 Euro dotierte Urkunde wurde durch den Geschäftsführer der Stiftung, Karsten Behr, an die Vereinsvorsitzende Emily Weede übergeben. Behr hob dabei vor allem das ehrenamtliche Engagement und den Umfang der angegangenen Aufgabe hervor. Das Denkmal wird durch diesen Einsatz dauerhaft erhalten. Das überzeugte die Stiftung nicht nur, ihre Projektförderung auszusprechen, sondern kurze Zeit später das Projekt als besonders vorbildlich auszuzeichnen.

Vorbildlich ist vor allem, dass die Gründer des Vereines sich innerhalb kurzer Zeit einig waren, das seit den 1970er Jahren ungenutzte Gebäudeensemble vor dem Verfall retten zu wollen, Sponsoren und Förderer zu finden sowie Zeit, Geld und Kraft zu investieren. Dieses Engagement blieb nicht lange unbemerkt. Viele hundert Mitglieder, darunter auch Politiker und Personen des öffentlichen Lebens, hat der erst Mitte des laufenden Jahres gegründete Verein bereits. Angesichts der Ortsgröße ist das ebenfalls vorbildlich. Darüber hinaus unterstützen Gewerbetreibende der Umgebung das Vorhaben mit Rat und Tat.

In der vorderen Gruppe von links nach rechts: Günter Schwarz, Bürgermeister Seevetal, Heiner Schönecke, Mitglied des Nds. Landtages und stellv. Landrat des Landkreises Harburg, Emily Weede, Vorsitzende Wassermühle Karoxbostel e.V., Karsten Behr, Geschäftsführer NBU, Dr. Klaus-Georg Püttmann, Oberkonservator Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege 

 

Das Projekt umfasst an der Mühle selbst die Überarbeitung des Dachstuhles und das Aufbringen einer neuen Dacheindeckung,am Wirtschaftsgebäude den Austausch des Reetdachs und am Zwerchhaus erfolgt die Sanierung der Dachkonstruktion. Bevor es mit dieser Aufgabe aufgenommen wurde, haben die Vereinsmitglieder den Unrat von Jahrzehnten der Nichtnutzung aus den Gebäuden geschafft und das Umfeld aufgeräumt. Vor allem haben sie aber eine Vision für die zukünftige Nutzung entwickelt: es soll ein außerschulischer Lernstandort entstehen, der Angebote zum Natur- und Umweltschutz sowie zur regionalen Wirtschaftsgeschichte bereithält. Aber auch Konzerte, Lesungen, Ausstellungen und Theateraufführungen sollen hier geboten werden.

Bis dahin bleibt jedoch noch viel zu tun! Nachdem mit der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung ein Förderer gefunden wurde, der mehr als ein Fünftel der 90.000 € für die Dachsanierung bereitgestellt hat, wurde durch die Stiftung bereits signalisiert, auch die nächsten Bauabschnitte finanziell zu unterstützen. In diesen wird die Außensanierung der Gebäude vorangetrieben, Fenster saniert, die Mühlentechnik restauriert und der Innenausbau umgesetzt.